Friedhofs-Radtour von Stahnsdorf nach Kreuzberg am 18. Oktober

Die Radtour bietet die einmalige Gelegenheit, einige der bedeutendsten Grabstätten und Friedhöfe Berlins im wahrsten Sinne des Worte zu „erfahren“. Besondere Beachtung sollen dabei die Gräber von Persönlichkeiten finden, die sich um die Chormusik verdient gemacht haben, und Musik von ihnen gesungen werden. Fahrstrecke: etwa 30-35 km

Treffpunkt: 11.30 Uhr am S Griebnitzsee oder

12 Uhr, Haupteingang Südwestkirchhof Stahnsdorf


Ankunft gegen 17:30 Uhr an der Heilig-Kreuz-Kirche

Einstiege auch zu folgenden Zeiten möglich:
13.30 Uhr Kirchhof Nikolassee (Kirchweg 18-20, 14129 Berlin)
14 Uhr Parkfriedhof Lichterfelde (Thuner Platz)
15 Uhr Alter Zwölf-Apostel-Kirchhof (Kolonnenstr. 24/25)

E-Bikes willkommen!

Leitung: Johannes Stolte

Anmeldung unter j.stolte@heiligkreuzpassion.de mit Angabe von Name, Kontaktdaten (v.a. Mailadresse), Personenzahl und Einstiegspunkt. Bitte entsprechend der Witterung kleiden und Verpflegung mitbringen. Bei sehr schlechtem Wetter fällt die Veranstaltung aus (Bekanntgabe per E-Mail). Ggf. wird vor Ort um eine kleine Spende zur Deckung der Unkosten gebeten.

Orgelkonzert zum 30-jährigen Jubiläum der Einheit

Herzliche Einladung zum Orgelkonzert
am Vorabend des 30-jährigen Jubiläums der Einheit!
2. Oktober 2020, 20 Uhr
Passionskirche Berlin-Kreuzberg

Erklingen wird festliche Musik von J.S. Bach, aber auch Werke aus den beiden deutschen Staaten vor 1990, in denen Brüche und Schicksale hörbar sind, u.a. von T. Medek, A. Pärt und R. Zechlin.

an der Schuke-Orgel (1957): Johannes Stolte

Der Eintritt ist frei, eine Spende zur Erhaltung der Schuke-Orgel in der Passionskirche wird erbeten.

Um den Einlass zu beschleunigen und sich auf die Besucherzahl einstellen zu können, ist eine Anmeldung im Gemeindebüro erwünscht: 030 691 20 07 oder gemeindebuero@heiligkreuzpassion.de

PS zum Vormerken: Das nächste Konzert findet am 6. November um 20 Uhr in der Passionskirche statt. Amanda Markwick (Traversflöte) und Johannes Stolte spielen u.a. die tolle E-Dur-Sonate von J.S. Bach und andere Werke u.a. von dessen Sohn C.P.E. Bach.

Konzerteinführung

Wir feiern 30 Jahre Wiedervereinigung, die am 3. Oktober 1990 offiziell wirksam wurde. Ich war an diesem Tag zwei Jahre und vier Tage alt, bin also nicht der beste Zeitzeuge. Und doch habe ich auch als jemand, der die Teilung und Wiedervereinigung nicht bewusst erlebt hat, das Gefühl, dass mich diese Zeit geprägt hat. Deshalb beschäftige ich mich gern mit dem Thema und habe versucht, ein interessantes Programm zusammenzustellen, dessen Leitgedanken ich Ihnen kurz erklären möchte.

Den Rahmen bilden Präludium und Fuge in Es-Dur von Johann Sebastian Bach. Es ist eines der Werke Bachs mit dem höchsten kompositorischen Anspruch, gleichzeitig kann man es auch einfach als große, festliche Musik hören. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, wie Bach die verschiedensten Stile seiner Zeit nahtlos innerhalb dieser Stücke vereint: Man hört alte Vokalmusik, italienische Concerti und französische Repräsentationsmusik. Das Alte verbindet sich mit dem Neuen, die Einheit liegt in der Vielfalt: Das sind doch schöne Bilder auch zum 3. Oktober.

Auf einer anderen Ebene sind die Stücke eine Feier der Zahl drei – natürlich ursprünglich theologisch bezogen auf die Dreieinigkeit Gottes. Es-Dur hat drei bs, die Fuge ist eine Tripelfuge (also eine mit drei Themen, die im weiteren Verlauf miteinander kombiniert werden) und eine Menge kleinerer Bezüge gibt es noch, die hier zu weit führen würden. Und wir feiern drei Jahrzehnte am 3. Oktober – also, die Zahlensymbolik stimmt auch 😊. Bach war aber auch für nahezu alle der Komponisten, die heute zu hören sind – ob Ost oder West – der große Fixstern.

Tilo Medek führte der Weg als vielseitig interessierten Studenten in der DDR von der Musikwissenschaft über Psychologie, Theologie und Gartenbauarchitektur hin zur Komposition. Sein Stipendium wurde ihm allerdings entzogen, nachdem er sich nach dem Mauerbau weigerte, seine Bereitschaft zur Verteidigung der DDR mit der Waffe zu unterschreiben. Deshalb musste er sich seinen Lebensunterhalt ab 1962 freischaffend verdienen, vor allem als Komponist von Bühnen- und Hörspielmusik.

1968 kam es während des Prager Frühlings zu weiteren Konflikten mit dem SED-Regime und als er schließlich den Protest gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns mit unterschrieb, führte das 1977 zu seiner eigenen Ausbürgerung. Seine zweite Lebenshälfte verbrachte er als geachteter Komponist in der BRD bzw. im geeinten Deutschland.

„Gebrochene Flügel“ wurde 1975, also 2 Jahre vor seiner Ausbürgerung, für die Schuke-Orgel im Reutersaal der Humboldt-Universität komponiert. Kleiner Exkurs: Auch wir haben hier eine Schuke-Orgel, die nur zwei Jahre älter ist und insgesamt sehr ähnlich zu dem Instrument in der Humboldt-Universität. Allerdings haben wir eine Karl-Schuke-Orgel und im Reutersaal steht eine Alexander-Schuke-Orgel – die Namensgleichheit ist kein Zufall und auch dahinter verbirgt sich eine Teilungsgeschichte. Das Stück von Tilo Medek passt jedenfalls hervorragend auf beide Orgeln.

Medek interpretiert sein Stück folgendermaßen:

„Einem […] [Musikautomaten] scheint dieser Engel entkommen zu sein, der nun – da er zur Kunstfähigkeit erhoben werden soll – sich die Flügel bricht und in seine mechanische Leblosigkeit zurücksinkt.“

Tilo Medek eckte mit seiner Kunst und seiner klaren Positionierung zu diesem Zeitpunkt bereits bei den DDR-Oberen an. Vielleicht spiegelt sich in „Gebrochene Flügel“ auch das Selbstbild eines Künstlers, der sich permanent gegen eine ideologisch geprägte Staatskunst behaupten muss. Eine Klangsprache wie in diesem Stück und die offene Darstellung von Ecken, Kanten und Brüchen entsprach jedenfalls nicht der Idee von Kunst im Arbeiter- und Bauernstaat.

Wie viele andere Künstler musste Tilo Medek dies ganz persönlich erfahren und wurde schließlich zur Auswanderung gezwungen.

Ein berührendes musikalisches Dokument einer solchen Ausreise können Sie im dann folgenden Stück hören. Der estnische Musikwissenschaftler Toomas Siitan hat in den 70er Jahren bei Arvo Pärt Komposition studiert. Nachdem Pärt sowohl mit seinen frühen avantgardistischen Werken als auch mit seiner Hinwendung zur religiösen Musik und der daraus folgenden Entwicklung seines sog. Tintinnabuli- (Glöckchen-) Stils permanent Gegenwind seitens der sowjetischen Kunstfunktionäre bekam, entschied auch er sich zur Emigration Richtung Westen. Er lebte von 1981 bis 2008 in Berlin-Lankwitz, bevor er in seine estnische Heimat zurückkehrte.

Sein Freund und Schüler Toomas Siitan begleitete ihn auf der Reise ins Exil bis nach Brest, dem damals letzten Bahnhof in der Sowjetunion, bevor sich ihre Wege auf unbestimmte Zeit trennten.

Sein Capriccio, das übrigens auch in der Tintinnabuli-Technik komponiert ist, wirkt für mich wie eine ganz persönliche, intime Verarbeitung des Abschieds, wie ihn so viele erleben mussten, fröstelnd am Bahnhof an einem Januartag im Jahr 1980. Das Gefühl von Trauer, Unsicherheit und Ohnmacht herrscht vor, nur gelegentlich aufgehellt durch Erinnerungen an die gemeinsame Zeit.

Zu diesem Zeitpunkt hätte wohl niemand gedacht, dass sich die politischen Verhältnisse schon wenige Jahre später so ändern sollten, dass doch wieder Hoffnung bestand.

Die schier unerträgliche Spannung, die sich bis 1989 aufgestaut hatte und schließlich die Massen zum Niederreißen des Eisernen Vorhangs bewegte, wird in dem Werk „Wider den Schlaf der Vernunft“ von Ruth Zechlin fast körperlich erfahrbar.

Im Oktober 1989 trafen sich Künstler in der Berliner Erlöserkirche, um gegen Gewalt und für Demokratie zu demonstrieren – unter ihnen neben Schriftstellern wie Christa Wolf und Stefan Heym auch die Berliner Komponistin Ruth Zechlin, die den Abend mit diesem Orgelstück eröffnete.

Sie war die erste und einzige Professorin für Komposition in der DDR und hatte mit dem akademischen Weg eine andere Möglichkeit als Medek und Pärt gefunden, mit den äußeren Zwängen umzugehen. Nach 1990 war sie zunächst mit Heiner Müller Vizepräsidentin der Ost-Berliner Akademie der Künste. Der spätere Umzug an die Alpen samt Konversion zum Katholizismus eröffnete den Weg zu ihrem kompositorischen Spätwerk, in dem sie sich vor allem der geistlichen Musik zuwandte (also eine Gattung, die ihr vorher gar nicht offenstand). Eine spannende Persönlichkeit, die wir hier ganz politisch am Dreh- und Angelpunkt ihres künstlerischen Lebens hören.

Der Titel bezieht sich auf eine berühmte Radierung Goyas, die Sie vielleicht vor einigen Jahren bei der in der Alten Nationalgalerie gesehen haben und die im Programm abgedruckt ist. Goyas Leben und seine Zerrissenheit angesichts der herrschenden Umstände im Spanien des späten 18. Jahrhunderts, wo die befreiende Wirkung der Französischen Revolution noch auf sich warten ließ, war dank eines erfolgreichen DEFA-Filmes vielen in der DDR geläufig. Der Alptraum, den Goya hier zeichnete, brachte offenbar für viele Künstler das Zeitgefühl im Jahr 1989 gut auf den Punkt – das Stück von Ruth Zechlin ist also auch als ein Weckruf oder besser – Schrei zu verstehen.

Aus dem gleichen Jahr stammt Arvo Pärts Orgelwerk „Mein Weg hat Gipfel und Wellentäler“ nach einem Gedicht des französischen Lyrikers Edmond Jabès, das Sie ebenfalls im Programm abgedruckt finden. Mit den Worten, die Jabès eigenes bewegtes Leben als in Kairo geborener Jude reflektieren, konnte sich offenbar auch Pärt und sicher auch viele andere, die Teilung und Wiedervereinigung erlebt haben, identifizieren.

Wie so häufig bei Pärt folgt das Stück einem schlichten Bauplan aus drei Tempo- und Klang-Ebenen, die sich überlappen, auseinander und wieder zusammen streben. Sie entfalten ein minimalistisches und gleichzeitig intensives Klangbild, das ein Spiel mit der Zeit und den Gedanken des Hörers ist.

Mit J.S. Bach endet das Konzert und achten Sie doch einmal darauf, wie anders man ein solches Stück hört, wenn sich dazwischen ein kleines Panorama moderner Orgelmusik aufgetan hat.

Am Ausgang bitten wir um Ihre Spende für die Schuke-Orgel, die Sie heute wirklich in ihrem ganzen Klangreichtum hören, aber die dringend eine Reinigung und Stimmung benötigt. Und wenn Sie der Gemeinde verbunden sind, wissen Sie ja, dass auch bei der Hook-Orgel in der Heilig-Kreuz-Kirche eine Menge zu tun ist. Jede Gabe hilft uns, diese wunderbaren Instrumente zu erhalten.

Kammermusik am 11.9. und musikalischer Stadtspaziergang am 13.9.

Herzliche Einladung zu zwei Veranstaltungen diese Woche: Am Freitag um 20 Uhr findet in der Passionskirche ein Konzert für Violine und Cembalo statt, am 13.9. (sozusagen als Outdoor-Programm zum Tag des Offenen Denkmals) ein musikalischer Stadtspaziergang durch die historische Mitte Berlins.
Der Eintritt ist jeweils frei, eine Spende wird erbeten.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3c/Gaertner2.jpg

Freitag, 11. September, 20 Uhr
Kammermusik in der Passionskirche
Englische Musik des 17. Jahrhunderts
Anna Barbara Kastelewicz – Barockvioline
Johannes Stolte – Cembalo
Eintritt frei, Spende erbeten
Anmeldung mit Namen und Kontaktdaten erwünscht unter gemeindebuero@heiligkreuzpassion.de oder 030 691 2007.
Spontaner Besuch bei vorhandenen Plätzen möglich.

Sonntag, 13. September 2020, 14-17 Uhr
Musikalischer Stadtspaziergang
auf den Spuren von Johann Crüger, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Otto Nicolai, Carl Friedrich Zelter u.a.
Treffpunkt: 14 Uhr Nikolaikirche
Wir wollen die historische Mitte Berlins unter dem Blickwinkel des Gesangs und der Chormusik erkunden. Unser Weg wird vom Nikolaiviertel am Dom entlang bis zum historischen Gebäude der Sing-Akademie (heute Gorki-Theater) führen, dabei werden uns fachkundige Gäste etwas zur Bedeutung der Orte erzählen und wir wollen auch Stücke der Komponisten singen, die an diesen Orten gewirkt haben. Auch Nicht-Sänger sind sehr herzlich willkommen!
Leitung: Johannes Stolte
Gäste: Marie-Louise Schneider (Marienkantorin), Christian Filips (Dramaturg der Sing-Akademie)
Anmeldung erforderlich: gemeindebuero@heiligkreuzpassion.de oder 030 691 2007.

Heute (28. August) um 20 und 20.45 Uhr: Konzerte für Gambe solo in der Passionskirche!

Lea Rahel Bader – Viola da Gamba

Wir laden herzlich zu zwei 30-minütigen Kurzkonzerten (gleiches Programm um 20 Uhr und 20.45 Uhr) in die Passionskirche unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln ein. Der Eintritt ist frei, eine Spende am Ausgang für die Musiker*innen wird erbeten.

In Werken von Telemann, Marais und Abel wird Lea Rahel Bader dieses besondere Instrument und nur selten solistisch zu hörende Instrument in seiner ganzen Klangvielfalt vorstellen.

Anmeldung bitte mit der Angabe von Uhrzeit, Personenzahl, Name und Adresse im Gemeindebüro: Tel. 030 6912007 oder E-Mail: gemeindebuero@heiligkreuzpassion.de
Kurzentschlossen können spontan dazukommen, wenn Plätze vorhanden sind.

14. August, 20 und 20.45 Uhr in der Passionskirche: Französische Musik!

Élisabeth Jacquet de la Guerre – französische Komponistin des 17. Jahrhunderts

Wir laden am Freitag, den 14. August 2020, um 20 und 20.45 Uhr herzlich zu zwei 30-minütigen Kurzkonzerten in der angenehm temperierten und belüfteten Passionskirche unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsgebote ein. Der Eintritt ist frei, eine Spende am Ausgang für die Musiker*innen wird erbeten.

Dieses Mal erklingen kammermusikalische Werke aus Frankreich für Oboe, Blockflöte, Fagott und Cembalo von E. Jacquet de la Guerre, J. D. Philidor und J.-M. Hotteterre.

Nach Möglichkeit bitten wir um unverbindliche Anmeldung unter Angabe von gewünschter Uhrzeit, Personenzahl, Name und Adresse im Gemeindebüro:
Tel. 030 6912007 oder E-Mail: gemeindebuero@heiligkreuzpassion.de

Kurzentschlossen können auch unangemeldet kommen, wir bitten in diesem Fall um rechtzeitiges Erscheinen zur Aufnahme der Kontaktdaten.

3. Juli, 20 und 20.45 Uhr: Sommerkonzert in der Passionskirche

“Zwischen Himmel und Erde” – Musik des 17. Jahrhunderts aus dem Habsburgerreich

Catherine Aglibut – Barockvioline
Johannes Stolte – Cembalo

Wir laden am Freitag, den 3. Juli 2020, um 20 und 20.45 Uhr herzlich zu zwei 30-minütigen Kurzkonzerten in der Passionskirche unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsgebote ein. Der Eintritt ist frei, eine Spende am Ausgang für die Musiker*innen wird erbeten.

In kammermusikalischen Werken von H.I.F. Biber, J.J. Froberger, J.H. Schmelzer und anderen finden Klage und Hoffnung, Nachdenklichkeit und virtuose Spielfreude ihren Platz – ein wenig Zerstreuung in einem ansonsten wohl ziemlich live-musikarmen Sommer!

Anmeldung bitte mit der Angabe von Uhrzeit, Personenzahl, Name und Adresse im Gemeindebüro: Tel. 030 6912007 oder E-Mail: gemeindebuero@heiligkreuzpassion.de

Kurzentschlossen können dazukommen, wenn noch Plätze vorhanden sind. Ein Facebook-Livestream unter https://www.facebook.com/johannes.stolte.berlin ist geplant, wenn die Technik mitspielt. Dieser ist allerdings nur für Facebook-Freunde zugänglich, bitte ggf. vorher eine

Isolation für Chor & Zoom: Online Premiere am 17. und 24. Juni!

Bild könnte enthalten: Text „Isolation for choir meeting digitally“
Link zum Livestream: https://youtu.be/ethunq6oAA8 oder https://kurzelinks.de/h32n

Am 17.6.2020 und 24.6.2020, jeweils um 20.30 Uhr, können Sie live aus Ihren Wohnzimmern dabei sein, wenn die Chöre der Gemeinde Heilig Kreuz-Passion das Werk “Isolation” von Philip Lawton mit einem Text von Gerard Smyth uraufführen! Es versteht sich als Antwort auf die schwierigen Umstände, in denen sich viele Chöre angesichts der Corona-Pandemie befinden.

Gerard Smyths Gedicht “Isolation” wurde in einer frühen Phase des Lockdowns auf der Titelseite der Irish Times veröffentlicht und gibt einen hoffnungsvollen Blick heraus aus den engen Räumen der Pandemie.

Gerard Smyth: Isolation

Bunched together like a gathering tribe
the daffodils rise again and there are signs
of sun behind the clouds.
We still have bread and books
and songs to keep the radio alive.
A note through the door is a kind surprise
and birds on the branches
of the trees outside stay up late.
The mornings are not so dark,
the internet takes us to the works of art,
tunes us in to Debussy or Paul Simon,
brings us close to the faraway country
where loved ones are.
A kite above someone’s back garden
rises and dips and gives a moment of joy
to a face in the window of isolation.
March 17th-19th, 2020

In Kontrast zu Click-Track-Aufnahmen wurde “Isolation” geschrieben, um online live aufgeführt zu werden. Es nutzt dabei Verzögerungen, Überlagerungen und Klangartefakte, die bei klassischen Chorwerken als störend empfunden werden, um besondere Klänge aus einfachen Melodien entstehen zu lassen.

Chöre rund um die Welt können sich im Moment nicht zum gemeinsamen Singen treffen. Viele weichen auf Videokonferenzsoftware wie Zoom aus, die das gemeinsame Singen oder auch nur gegenseitige Hören nahezu unmöglich macht. “Isolation” geht von diesen Beschränkungen aus und verwandelt sie in notwendige Bestandteile der Aufführung.

Hier erreichen Sie den Livestream zur Uraufführung am 17.6.2020 und zur zweiten Aufführung am 24.6., jeweils um 20.30 Uhr:
https://youtu.be/ethunq6oAA8 oder https://kurzelinks.de/h32n


The two choirs Kantorei and Kammerchor Passion give the online world premiere of “Isolation”, a work from Philip Lawton (with a text by Gerard Smyth) commissioned in response to the challenges of choral singing under the safety restrictions in the age of Covid-19.

Gerard Smyth’s poem, which featured on the front page of the Irish Times early into the lockdown, is a hopeful look out of the unusual and difficult circumstances into which the entire world has been thrown.

Gerard Smyth: Isolation

Bunched together like a gathering tribe
the daffodils rise again and there are signs
of sun behind the clouds.
We still have bread and books
and songs to keep the radio alive.
A note through the door is a kind surprise
and birds on the branches
of the trees outside stay up late.
The mornings are not so dark,
the internet takes us to the works of art,
tunes us in to Debussy or Paul Simon,
brings us close to the faraway country
where loved ones are.
A kite above someone’s back garden
rises and dips and gives a moment of joy
to a face in the window of isolation.
March 17th-19th, 2020

In stark contrast to the click-track recordings painstakingly assembled by some ensembles, “Isolation” has been written to be performed live online, using the lagging and glitching to create chords and clusters from simple melodies.

Choirs across the world are unable to meet and sing together. Many have been able to continue to rehearse in some form using videoconferencing software like Zoom, but technological limitations make singing together, or even hearing everyone at the same time all but impossible.

“Isolation” takes these limitations and turns them into integral necessities for a successful performance.

Join the livestream of the online world premiere of “Isolation” by Philip Lawton here:
https://youtu.be/ethunq6oAA8 oder https://kurzelinks.de/h32n

Johannes-Passion abgesagt

Angesichts der Entwicklungen rund um Covid-19 sind die Konzerte am 28. und 29. März 2020 in der Heilig-Kreuz-Kirche abgesagt.

Die Konzerte sollen am Wochenende 13./14. März 2021 nachgeholt werden.

Bach/Schumann: Johannes-Passion – ABGESAGT!

Konzerte am 28. März 2020, 19 Uhr und 29. März 2020, 17 Uhr
in der Heilig-Kreuz-Kirche Berlin-Kreuzberg

Die Johannes-Passion erklingt in romantischem Klanggewand nach der Fassung Robert Schumanns. Die Aufführung wird den gesamten Kirchenraum und auch die historische Hook-Orgel (1870/71) in ihrem 150. Jubiläumsjahr einbeziehen – seien Sie gespannt auf die Musik Bachs in einer ungewöhnlichen Hörerfahrung!

Neben der Kantorei Passion singen der Jugendchor der Kreuzberger Kurrende, der Kapellchor des Staats- und Domchores und folgende Solist*innen:
Antje Rux – Sopran
Franziska Markowitsch – Alt
Volker Arndt – Tenor
Manuel Nickert – Jesusworte
Matthias Jahrmärker – Bariton
Es spielt das Orchester Aris und Aulis auf Instrumenten des 19. Jahrhunderts, an der Hook-Orgel: Johannes Lang.
Leitung: Johannes Stolte

Eintritt: 20€/ Geringverdienende 15€. Unter 30 Jahren an der Abendkasse (nach Verfügbarkeit): 5 Euro
Online-VVK (zzgl. Gebühren): http://bit.ly/2tLWr9q

Kammerchor sucht Männerstimmen

Der Kammerchor Passion sucht für sein aktuelles Projekt, bei Interesse gern auch längerfristig, chorerfahrene Tenöre und Bässe. Das Konzertwochenende ist am 16./17. Mai 2020 in der Heilig-Kreuz-Kirche Kreuzberg, Proben immer dienstags von 20-22 Uhr in der Nostitzstr. 6/7 sowie an den Samstagen 14.3. und 9.5. ab 14 Uhr.

Auf dem Programm stehen u.a. die doppelchörige Messe von Mendelssohn, Södermans Geistliche Gesänge und amerikanische a cappella-Musik von Lauridsen und Muhly.

Kontakt über Johannes Stolte: j.stolte@heiligkreuzpassion.de