Lange Nacht der Chöre 2017

Am 9. September findet ab 18 Uhr die 13. Lange Nacht der Chöre in der Reformationskirche Berlin-Moabit statt. Mehr als zwei Dutzend Chöre bringen die Kirche im Laufe des Abends zum Klingen, bevor um 1 Uhr nachts alle gemeinsam das Abendlied von J. Rheinberger anstimmen. Herzliche Einladung zu einer entdeckungsreichen Nacht!

Frühjahrskonzert des Kapellchores

Der Kapellchor des Staats- und Domchores Berlin wird mit einem barocken Instrumentalensemble und Solisten des Konzertchores in der Trinitatiskirche Charlottenburg am 25. März um 17 Uhr ein Programm mit Werken von Telemann (250. Todesjahr 2017), Buxtehude und Schütz präsentieren.

Der Eintritt ist frei und alle Beteiligten freuen sich über ein großes Publikum!

Vokalmusik der Renaissance

Wer einen Einblick in die Chordirigentenausbildung an der UdK bekommen möchte und ein Interesse an Musik aus Renaissance und Frühbarock hat, ist herzlich zum Semesterabschluss der Schul- und Kirchenmusikstudierenden am 18. Februar in die Bundesallee 1-12 eingeladen:

Konzert: In Paradisum

Eine herzliche Einladung zum anstehenden Konzert der Cantorei der Reformationskirche mit Werken von Duruflé, Rheinberger und Puccini – dieses Mal allerdings ausnahmsweise in der Zwölf-Apostel-Kirche, An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin.

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Zu einem Chorkonzert mit zum Totensonntag ausgewählten Stücken aus dem 19. und 20. Jahrhundert lädt die Cantorei der Reformationskirche unter Leitung von Johannes Stolte ein. Mitwirkende sind neben dem gemischten Chor, Solisten, ein Streicherensemble und Knaben des Staats- und Domchors Berlin.
Das Stabat Mater steht in der großen Tradition der Marienklage. Der Text, der inhaltlich und affektiv sehr gleichförmig, fast monoton dahinfließt, findet sich seit dem 14. Jahrhundert in Gebetbüchern. Spannend ist, dass hier die Menschlichkeit einer biblischen Figur in den Mittelpunkt gestellt wird, der Schmerz der Mutter Jesu unter dem Kreuz. Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901) komponierte sein Stabat Mater op. 138 einem Brief zufolge als Einlösung eines Versprechens gegenüber der Muttergottes anlässlich der Heilung seiner entzündeten Hand.
Zwischen der (süd-)deutschen Klarheit eines Rheinberger und dem französischen Farbreichtum eines Duruflé ist eines der wenigen Kammermusikwerke des großen italienischen Opernkomponisten Giacomo Puccini (1858-1924) zu hören, das mit dem Titel „I Crisantemi“ auf Trauerblumen verweist und ursprünglich für ein Streichquartett vorgesehen ist. In der Tat handelt es sich um eine Trauermusik, die Puccinis Freund Amadeus I., 1871-1873 König von Spanien, gewidmet ist.
Maurice Duruflé (1902-1986) sagt selbst über sein Requiem: „Es ist so sanftmütig wie ich selbst.“ Der Tod wird hier als Erlösung, nicht als Schreckensbild inszeniert und wann immer der Text Härten vorgibt und die Komposition sich dramatisch aufschaukelt, folgt erneut die Bitte um ewigen Frieden. In Duruflés Tonsprache ist das bestimmende Element der gregorianische Choral. Die Bezüge zur Gregorianik sind teils wörtlich-zitierend, teils frei-entwickelnd, aber in jedem Satz deutlich spürbar. Besonders der großteils lyrisch-fließende Rhythmus trägt zu dem besonderen Klangbild des Werkes bei.
Das Stabat Mater gipfelt in der Hoffnung, einst die Herrlichkeit des Paradieses zu erlangen, die bei Rheinberger durch eine historisierende Schlusskadenz eindrücklich befreiend vertont wird. Im Requiem kann der Tote nicht mehr selbst bitten, für ihn muss das die versammelte Gemeinde tun. Auf dem Weg zum Grab, also gar nicht mehr als regulärer Bestandteil der Totenmesse, wurde um den Eingang der Seele ins Paradies gebeten.

Abschlusskonzert Internationale Meisterklasse Berlin

Am kommenden Samstag, den 1. Oktober, findet um 19 Uhr in der Elisabethkirche (Invalidenstr. 3) das Abschlusskonzert der diesjährigen Internationalen Meisterklasse des Rundfunkchores Berlin statt. Nach einer intensiven Arbeitswoche haben sieben weitere Dirigent*innen und ich die einmalige Gelegenheit, den Rundfunkchor mit Werken von Schütz, Bach, Brahms, Mozart, Turnage und Mahler/Gottwald zu dirigieren. Karten gibt es für 20€ online oder an der Abendkasse, weitere Informationen hier:

Internationale Meisterklasse Berlin

Zwei Chorkonzerte zum Vormerken

Auch wenn es bei der aktuellen Wetterlage schwer vorstellbar ist: Der Sommer kommt! Und damit auch zwei schöne Konzerte, zu denen ich herzlich einladen möchte:

Am 22. Mai (17 Uhr, Auenkirche Wilmersdorf) und am 28. Mai (20 Uhr, Reformationskirche Moabit) wird die Refo-Cantorei gemeinsam mit dem Berlin-Brandenburgischen Sinfonieorchester das Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn aufführen, das besonders im Leibniz-Jahr als großer Lobgesang auf „Die beste aller möglichen Welten“ gehört werden kann. In den ersten beiden Teilen wird die Erschaffung von Licht, Erde, Wasser, Pflanzen, Tieren und schließlich des Menschen gefeiert. Im dritten Teil werden die glücklichen Stunden Adams und Evas im Garten Eden geschildert – ein guter Anknüpfungspunkt für das Chorkonzert „Bittersüß“ des Luisen-Vocalensembles mit Knut Trautvetter (Theorbe). Es widmet sich den Widersprüchen der Gefühle, die gemeinhin unter Liebe bekannt sind oder mit ihr einhergehen: Begehren und Zurückweisung, Erfüllung und Vergehen, Lust und Leid.
Ob in der griechischen Mythologie, in Bänkelgesängen oder in Volksliedern und Gedichten – das Thema zieht sich durch die Jahrhunderte und so wird ein facettenreiches Programm von den ersten Opern des 17. Jahrhunderts bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen zu erleben sein.

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Die letzten Prüfungskonzerte stehen an…

… und das Hören wird wärmstens empfohlen:
Dienstag, 9. Februar um 20.30 Uhr in der Marienkirche am Fernsehturm:
Orgelkonzert mit Werken von J. S. Bach, Johann Steffens und Jean-Adam Guilain
an der Wagner/Kern-Orgel

Donnerstag, 18. Februar um 19 Uhr im Joseph-Joachim-Saal (UdK-Gebäude Bundesallee 1-12, U Spichernstr.):
Orchesterkonzert u.a. mit Joseph Haydns 85. Sinfonie

Herzliche Einladung…

… zu zwei weihnachtlichen Chorkonzerten:
1) Samstag, den 5.12.2015 um 20 Uhr mit der Cantorei der Reformationskirche, dem neuen barockorchester berlin und einem hervorragenden Solistenquartett Bachs Weihnachtsoratorium (I-III) Weihnachtsoratorium

2) am Nikolaustag u.a. mit dem Kapellchor des Staats- und Domchores im Konzertsaal der UdK (Hardenbergstr.)

Junges Weihnachtskonzert